Locken und Wellen

Lockentypen erkennen: Wellen, Locken und Coils

S-förmige Wellen, offene Spiralen oder enge Windungen: Deine Haarform ist ein hilfreicher Ausgangspunkt. Sie sagt aber noch nicht, wie viel Pflege oder Halt dein Haar braucht.

AI: Detailansicht enger natürlicher Locken an der Seite eines Kopfes.
Eine mögliche Alltagssituation – Haarform und Styling fallen individuell aus. KI-generierte Illustration

Schau auf die Form einer Strähne

Wellen verlaufen in einem lockeren S, Locken bilden deutlichere Schleifen oder Spiralen. Coils sind enger gewunden; manche zeigen eher kleine Knicke als gut sichtbare Ringe. Solche Kategorien helfen dir, Beschreibungen einzuordnen. Die Übergänge sind fließend.

In vielen Pflege-Ratgebern steht Typ 2 für welliges, Typ 3 für lockiges und Typ 4 für sehr eng gewundenes Haar. Die Buchstaben A, B und C unterteilen die Form weiter. Du musst dich nicht auf eine einzige Kombination festlegen, um passende Produkte zu finden.

Schematische Haarsträhnen: offene S-Welle, spiralförmige Locke und eng gewundener Coil.
Die Linien zeigen Grundformen, keine verbindliche Einteilung jedes einzelnen Haares.

So beobachtest du deine eigene Struktur

  1. Einen normalen Waschtag wählen

    Nutze deine übliche Reinigung. Verzichte für die Beobachtung darauf, das Haar mit Bürste oder Glätteisen gezielt glatt zu ziehen.

  2. Mehrere Stellen anschauen

    Vergleiche Schläfen, Hinterkopf und Nacken. Betrachte nicht nur die Strähne, die zufällig besonders stark gelockt ist.

  3. Im trockenen Zustand vergleichen

    Nasses Haar kann anders fallen. Warte mit deiner Einschätzung bis zum vollständigen Trocknen und notiere die verwendeten Produkte.

Mischformen sind eine brauchbare Antwort

Vielleicht siehst du an der Stirn lockere Wellen und im Nacken kleine Spiralen. Dann beschreibe genau das. Du brauchst keine vermeintlich perfekte Typnummer, die alle Bereiche zusammenfasst. Auch Haarlänge und die Art, wie du stylst, beeinflussen den sichtbaren Eindruck.

Für einen Friseurtermin sind Fotos von mehreren Seiten oft hilfreicher als „Ich bin 2B“. Ergänze, wie du deine Haare im Alltag trägst und welche Bereiche sich schwer stylen lassen. So wird aus einem Etikett eine konkrete Gesprächsgrundlage.

Neben der Haarform beobachten
FrageWas du notieren kannst
Wie fühlen sich die Längen an?Weich, rau oder nach Produkten belegt?
Wie reagieren sie auf Styling?Bleibt die Form, oder hängt sie sich aus?
Was stört dich im Alltag?Zu wenig Fülle, Verknoten oder hoher Zeitaufwand?

Neben der Haarform beobachten

Frage

Wie fühlen sich die Längen an?

Was du notieren kannst
Weich, rau oder nach Produkten belegt?

Frage

Wie reagieren sie auf Styling?

Was du notieren kannst
Bleibt die Form, oder hängt sie sich aus?

Frage

Was stört dich im Alltag?

Was du notieren kannst
Zu wenig Fülle, Verknoten oder hoher Zeitaufwand?

Die Typnummer ist keine Einkaufsliste

Zwei Menschen mit ähnlich aussehenden Wellen können ganz unterschiedliche Routinen mögen. Leite deshalb weder eine feste Ölmenge noch einen bestimmten Proteinschritt allein aus der Form ab. Probiere ein neues Produkt für ein klar benanntes Bedürfnis aus und beurteile das Ergebnis erst im trockenen Haar.

Auch ein einzelnes Foto reicht nicht für eine sichere Beurteilung von Haarschäden oder Kopfhautproblemen. Dieser Formvergleich soll dir Orientierung für Styling geben, keine Untersuchung ersetzen.

Quellen und redaktionelle Einordnung

Produktangaben wurden mit den verlinkten Quellen abgeglichen. Die Auswahl ist eine redaktionelle Einordnung, kein eigener Produkttest.