Dauerwelle selber machen: 11 Schritte & Produkte | Tipps und Tricks

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Dauerwelle selber machen: 11 Schritte & Produkte | Tipps und Tricks

Ratgeber: Dauerwelle

Dauerwelle einfach erklärt – mit Anleitung und Pflege-Tipps

Die Dauerwelle ist wieder ein Trend. Wenn du Locken möchtest, aber von Natur aus glattes Haar hast, kann sie gut passen. Hier findest du eine klare Übersicht, eine 11-Schritte-Anleitung und konkrete Tipps für Haltbarkeit, Pflege und Styling.

  • Haltbarkeit: ca. 3 bis 5 Monate
  • Empfohlene Haarlänge: ab ca. 10 cm
  • Pflege ist entscheidend für gesunde Locken
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Die Mode der 80er erlebt gerade ein Comeback – und mit ihr die Dauerwelle. Wer von Natur aus glattes Haar hat, bekommt damit mehr Volumen, Bewegung und Struktur. Mit der richtigen Technik und einem guten Friseur funktioniert das für viele Haartypen überraschend gut. Hier erfährst du, wie die Dauerwelle funktioniert, welche Varianten es gibt und worauf du bei Anwendung und Pflege achten solltest.

Dauerwelle

Für wen?

Für viele Haartypen geeignet – solange das Haar gesund ist.

Wie lange?

Eine professionelle Dauerwelle hält meist drei bis fünf Monate.

Was ist wichtig?

Gute Beratung, korrekte Einwirkzeit und danach intensive Feuchtigkeitspflege.

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Was ist eine Dauerwelle?

Eine Dauerwelle gibt dem Haar mehr Welle, Locke und Volumen. Die Haarstruktur wird mit einer chemischen Lösung geöffnet, auf Wicklern in die gewünschte Form gebracht und danach mit einem Fixiermittel stabilisiert – so bleibt die neue Form dauerhaft erhalten. Die Lockengröße richtet sich nach dem verwendeten Wickler: klein, mittel oder groß. Besonders angesagt sind gerade wieder kleine, definierte Locken im 80er-Look.

Wie entstand die Dauerwelle?

Die Geschichte der Dauerwelle reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Als Erfinder gilt der deutsche Friseur Karl Nessler, der 1905 eine Methode vorstellte, bei der Haare auf Metallstäbe gewickelt und chemisch behandelt wurden. Die frühen Verfahren waren für Haar und Kopfhaut oft belastend, legten aber die Grundlage für die heutigen, deutlich schonenderen Techniken.

Für wen eignet sich eine Dauerwelle?

Fast jede Person kann eine Dauerwelle tragen – der Zustand des Haares zählt mehr als der Typ. Ob naturbelassen oder gefärbt: Mit der passenden Technik sind verschiedene Looks möglich. Auch bei glattem oder leicht gewelltem Haar sorgt die Behandlung für sichtbar mehr Struktur.

Wichtig: Zwischen Färben und Dauerwelle sollten mindestens 14 Tage liegen. Bei stark gebleichtem Haar ist noch mehr Abstand sinnvoll, damit die Haarstruktur nicht überlastet wird.

Ab welcher Haarlänge ist eine Dauerwelle möglich?

Ab etwa zehn Zentimetern lassen sich Wickler in der Regel gut einsetzen. Sehr langes Haar ist schwerer – Locken hängen sich dann oft schneller aus. In solchen Fällen entstehen eher weiche Wellen als feste Locken.

Welche Arten von Dauerwellen gibt es?

Der entscheidende Unterschied liegt im pH-Wert der Lösung: alkalische Dauerwelle (basisch, pH 9–11) und saure Dauerwelle (mild, pH 4,5–7). Beide arbeiten mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und wirken je nach Haartyp verschieden stark.

Alkalische Dauerwelle

Die alkalische Dauerwelle verwendet eine ammoniakhaltige Lösung, die die Haarstruktur tief öffnet und stark definierte Locken erzeugt. Sie eignet sich besonders für dickes, widerstandsfähiges Haar, das sich schwer wellen lässt. Die Locken halten kräftig und sitzen gut – das geht aber auf Kosten der Haarsubstanz. Wer diese Variante wählt, sollte danach konsequent mit Feuchtigkeitspflege arbeiten.

  • Vorteil: Stark definierte Locken, auch bei widerspenstigem Haar
  • Nachteil: Belastet die Haarstruktur stärker, intensive Nachpflege nötig

Saure Dauerwelle

Die saure Dauerwelle arbeitet mit einer milderen Säurelösung und ist deutlich schonender für das Haar. Sie eignet sich besonders für feines, empfindliches oder bereits behandeltes Haar. Die Locken fallen etwas weicher aus und halten nicht ganz so lange – dafür bleibt das Haar geschmeidiger und weniger strapaziert.

  • Vorteil: Schonend, gut für feines oder vorbehandeltes Haar
  • Nachteil: Locken etwas weniger definiert, eventuell kürzere Haltbarkeit

Fazit: Die alkalische Welle eignet sich für dickes, widerspenstiges Haar – Locken entstehen in ca. 15 Minuten. Für feines, strapaziertes oder bereits behandeltes Haar ist die saure (kalte) Welle die bessere Wahl: schonendere Zusammensetzung, längere Einwirkzeit, dafür Wärme, die moderne Mittel automatisch erzeugen.

Dauerwelle Schritt für Schritt Anleitung

Hier erklären wir dir den Ablauf kompakt und leicht nachvollziehbar.

Schnellcheck vor dem Start: Trage Handschuhe, schütze die Haut am Haaransatz und halte die empfohlene Einwirkzeit genau ein.

 

Schritt 1.

Haare unbearbeitet und trockenHaare sind unbearbeitet und trocken

Schritt 2.

Die Haare werden zu Beginn gründlich gewaschenDie Haare werden zu Beginn gründlich mit einem Reinigungsshampoo gewaschen.

Schritt 3.

Jetzt folgt ein präziser Schnitt, danach wird das Haar sanft durchgekämmt. Anschließend wird die DeLaVi Dauerwell Vorbehandlung 1l möglichst gleichmäßig per Sprühgerät verteilt. Diese Vorbehandlung kommt vor alkalischen Haarbehandlungen zum Einsatz.

Delavi Dauerwellen-Vorbehandlung behandelt, idealerweise gleichmäßig mittels eines Sprühgeräts verteilt
DeLaVi Dauerwell Vorbehandlung 1l

Schritt 4.

Comair Spitzenpapier und Dauerwellen Wickler
Comair Spitzenpapier, Kaltwellwickler und Plastikstecker bzw. Dauerwell-Stäbchen

Jetzt werden die Haare auf die passenden Wickler gewickelt, um das gewünschte Lockenergebnis zu erzielen.

Hände drehen den Wickler in Kopf Richtung
Spitzenpapier um die Haarspitzen legen und sauber aufwickeln. Die Hände drehen den Wickler in Kopfrichtung.

Fixiere die Lockenwickler. Starte mit den Strähnen um dein Gesicht herum, arbeite dann das Deckhaar durch und arbeite dich Strähne für Strähne nach unten vor.

Fertig gedrehte Dauerwellen Wickler auf dem Kopf der Kundin - Linke Seite - Aufnahme von Hinten
Fertig gedrehte Dauerwellen Wickler auf dem Kopf der Kundin - Hinterkopf - Aufnahme von Hinten

Schritt 5.

Trage Hautschutzcreme entlang des Haaransatzes auf und lege Watte zum Schutz an. So verhinderst du, dass die Chemikalien die Haut direkt berühren.

Hautschutzcreme und Watte am Haaransatz
Die Hautschutzcreme & Watte wurde unter dem Haaransatz zum Schutz angebracht.

Schritt 6.

Die Dauerwellenflüssigkeit wird gleichmäßig auf alle gewickelten Strähnen aufgetragen und wirkt etwa 20 Minuten ohne zusätzliche Wärme ein. In diesem Beispiel wird die Goldwell Vitensity Well-Lotion Nummer 0 für schwer wellbares Naturhaar verwendet.

Goldwell Vitensity Well-Lotion No. 0
Goldwell Vitensity Well-Lotion Nummer 0

Goldwell Vitensity Well-Lotion Nummer 0 auf die Kaltwell-Wickler auftragen
Goldwell Vitensity Well-Lotion Nummer 0 auf die Kaltwell-Wickler auftragen

Goldwell Vitensity Well-Lotion Nummer 0 auf die Kaltwell-Wickler auftragen (von oben)
Goldwell Vitensity Well-Lotion Nummer 0 auf die Kaltwell-Wickler auftragen (von oben)

Einweg-Strähnenhaube transparent über die Kaltwell-Wickler legen
Eine Einweg-Strähnenhaube transparent wird über die Kaltwell-Wickler gelegt – die Eigenwärme unterstützt den Einwirkprozess.

Die Haube hält die Körperwärme am Haar und verbessert so die Wirkung der Lösung – ohne dass du extra Wärmegeräte brauchst.

Damit die Einwirkzeit exakt eingehalten wird, kommt ein Kurzzeit-Timer zum Einsatz. Zu kurz = keine Wirkung, zu lang = Haarschäden. Der Timer ist kein optionales Extra.

Schritt 7.

Nach der Einwirkzeit wird die Dauerwellenflüssigkeit gründlich ausgespült. Ansatz und Spitzen bekommen dabei besondere Aufmerksamkeit – chemische Rückstände im Haar wären problematisch.

Mit dem Wasser gut ausspülen

Mit dem Wasser gründlich ausspülen

Danach wird das Haar vorsichtig getrocknet – auch dieser Schritt hilft dabei, die neue Lockenstruktur sauber zu setzen.

Haare sorgfältig trocknen
Haare sorgfältig trocknen

Schritt 8.

Jetzt folgt die Stabilisierung der neuen Lockenform. Dafür wird ein Fixiermittel wie Goldwell Vitensity Gloss Care Fix aufgetragen. Es festigt die neue Haarstruktur, damit die Locken ihre Form länger behalten.

Goldwell Gloss Care Fix 1:1
Goldwell Gloss Care Fix 1:1

Goldwell Gloss Care Fix 1:1 mit lauwarmem Wasser mischen
Goldwell Gloss Care Fix 1:1 mit lauwarmem Wasser im Verhältnis 1:1 mischen.

Dieser Vorgang wird 2× ausgeführt.

Im ersten Durchgang kommen etwa zwei Drittel der Mischung zum Einsatz – je ca. 5 Minuten auf dem gewickelten Haar. So wird die neue Form kontrolliert stabilisiert, ohne das Haar unnötig stark zu belasten.

Schritt 9.

Die Wickler werden jetzt vorsichtig entfernt. Danach kommt das restliche Fixiermittel ins Haar und darf noch 3 bis 5 Minuten einwirken.

Anschließend wird gründlich gewaschen – Fixiermittel und Rückstände raus, Locken rein. Dieser Schritt legt die Grundlage für das finale Ergebnis.

Lockenwickler vorsichtig entfernen
Lockenwickler vorsichtig entfernen

Schritt 10.

Jetzt beginnt die Pflegephase – und die zählt genauso viel wie die Behandlung selbst. Das Goldwell Dualsenses Curls & Waves Intensive Serum definiert die Locken, hält das Haar geschmeidig und sorgt für Glanz und Sprungkraft.

Goldwell Dualsenses Curls & Waves Intensive Serum (Live Anwendung)
Goldwell Dualsenses Curls & Waves Intensive Serum (Live Anwendung)

Schritt 11.

Zum Abschluss werden die Locken mit einem Diffusor in Form geföhnt. Der Diffusor verteilt die Luft sanft und erhält Definition und Sprungkraft. Von den Spitzen Richtung Ansatz arbeiten – so entsteht ein gleichmäßiges Ergebnis bei weniger Frizz-Risiko.

Locken mit einem Diffusor gestylt und in Form gebracht

Dauerwelle Ergebnis: definierte, lebendige Locken
Das Ergebnis: definierte, lebendige Locken mit Volumen.

Klar definierte Locken, guter Halt, gesundes Glanzfinish – das ist das Ergebnis, wenn Fixierung und Pflege stimmen. Ein Look, der im Alltag funktioniert und nicht nur auf dem Friseurstuhl gut aussieht.

FAQ zur Dauerwelle

Wie lange hält eine Dauerwelle?

Eine professionell gemachte Dauerwelle hält meist etwa drei bis fünf Monate. Danach kann sie aufgefrischt werden. Wer keine neue Dauerwelle möchte, lässt sie wie eine Färbung herauswachsen – oder glättet das Haar übergangsweise.

Wie sollte ich meine Haare nach einer Dauerwelle pflegen?

Die ersten drei Tage: kein Waschen, wenig Styling. Danach lassen sich die Locken meist sehr leicht formen – entweder luftgetrocknet oder mit Diffusor.

Ab der ersten Woche gilt: viel Feuchtigkeit. Nutze regelmäßig Conditioner oder feuchtigkeitsspendende Leave-in-Produkte.

Tipp: Wenn das Haar an einem Tag nicht perfekt sitzt, kannst du mit einem Lockenstab einzelne Strähnen nachbessern.

Was kostet eine Dauerwelle – und wo bekomme ich sie?

Der Preis variiert nach Haarlänge und Salon, liegt aber häufig zwischen 60 und 150 Euro. Günstiger geht es mit einem Set aus dem Drogeriemarkt. Wer erstmal testen will, ob Locken zum eigenen Look passen, kann auch mit temporären Methoden starten.

Dauerwelle selber machen

Sets aus dem Drogeriemarkt enthalten meist alles, was du brauchst: Wickler, Wellenlotion, Fixierlotion, Handschuhe und Conditioner.

Entscheide dich zuerst für einen Lockenstil. Faustregel: Je größer der Wickler, desto größer die Welle – und umgekehrt. Wie beim Friseur wählst du zwischen saurer Welle (für kräftiges, unbehandeltes Haar) und alkalischer oder kalter Welle (für feines, empfindliches, vorbehandeltes Haar).

So gehst du Schritt für Schritt vor:

  1. Haare gründlich waschen und kämmen. Ein Tangle Teezer funktioniert besonders gut bei nassem Haar.
  2. Kleidung schützen, Umhang oder alte Kleidung anziehen. Haut mit Creme (z. B. Vaseline) abschirmen.
  3. Lockenwickler ins Haar drehen. Wenn ein Wickler nicht richtig sitzt, wieder von vorn – halb eingerollte Strähnen ergeben kein sauberes Ergebnis.
  4. Um das Gesicht herum starten, dann zum Hinterkopf vorarbeiten. Zu zweit geht das deutlich entspannter.
  5. Haarspitzen vollständig einwickeln, Wickler mit Gummiband sichern.
  6. Lockenlotion großzügig auf alle Haare auftragen, kein Bereich ausgelassen.
  7. Einwirkzeit laut Packungsanleitung einhalten – weder länger noch kürzer. Beides schadet.
  8. Dauerwellenlotion gründlich ausspülen, dann die Fixierlotion auftragen.
  9. Etwa zwei Drittel der Fixierflasche verwenden.
  10. Nach der Einwirkzeit Wickler entfernen, restliche Fixierlotion einmassieren.
  11. Sofort gründlich ausspülen.
  12. Direkt mit einem Conditioner nachpflegen.
  13. Haare in den nächsten Tagen nicht waschen – die neue Struktur braucht Zeit zum Einpendeln.

Welche Dauerwellen-Varianten gibt es?

Mit dem aktuellen Trend sind viele verschiedene Looks möglich. Hier sind die beliebtesten Varianten:

  • Klassische Dauerwelle
    Die bekannteste Form – kleine Locken oder Wellen, die bis zum Nachwachsen erhalten bleiben. Ideal für feines oder glattes Haar, das mehr Volumen und Textur braucht.
  • Volumen-Dauerwelle
    Größere Locken für mehr Fülle und Bewegung. Besonders gut bei dünnem Haar – die Wellen geben Volumen, ohne zu beschweren.
  • Beach Waves
    Große, lockere Wellen mit sommerlichem Flair. Perfekt für alle, die einen lässigen, ungezwungenen Look mögen.
  • Spiral-Dauerwelle
    Enge, spiralige Locken mit klar definierter Struktur. Eher für längeres Haar – der Look ist auffällig und ausdrucksstark.
  • Afro-Dauerwelle
    Für natürliches Lockenhaar, das mehr Definition und Struktur bekommen soll. Die vorhandenen Locken oder Wellen werden verstärkt und einheitlicher geformt.

Welche Variante passt, hängt vom Haartyp und vom gewünschten Look ab. Ein erfahrener Friseur findet mit dir gemeinsam die richtige Entscheidung – und erkennt auch, was das Haar verträgt.

Dauerwelle für Männer

Die Dauerwelle wird klassisch mit Frauenfrisuren assoziiert, gewinnt aber auch bei Männern an Beliebtheit. Für wen lohnt sie sich?

Männer mit feinem oder dünnem Haar profitieren vor allem vom Volumeneffekt. Wer dickeres, kräftigeres Haar hat, kann durch die Dauerwelle Locken oder Wellen definieren, die ohne chemische Behandlung kaum zu halten wären.

Die Haarlänge spielt eine zentrale Rolle: Kürzere Haare bekommen mit der Dauerwelle vor allem Textur und Struktur, längeres Haar lässt sich in Locken oder Wellen stylen. Wer sportlich aktiv ist oder einen Beruf hat, bei dem der Look täglich strapaziert wird, sollte bedenken, dass eine Dauerwelle Pflege erfordert – Lockencreme oder -spray gehören dann regelmäßig dazu.

Wie bei Frauen gilt: Vor der Behandlung sollte ein erfahrener Friseur das Haar beurteilen und den passenden Typ (alkalisch oder sauer) empfehlen. Ein gut gesetztes Ergebnis macht optisch viel aus – ein schlecht ausgeführtes leider auch.

Dauerwelle für kurzes Haar

Kurzes Haar hat weniger Gewicht – die Locken fallen deshalb fester und intensiver aus als bei längeren Haaren. Der Friseur sollte die Wicklergröße gezielt an die Haarlänge anpassen, sonst wirkt das Ergebnis schnell zu voluminös oder ungleichmäßig. Mit dem richtigen Maß bringt eine Dauerwelle kurzen Haaren sichtbar mehr Textur und Frische – besonders bei feiner Haarbeschaffenheit.

Dauerwelle für mittellanges Haar

Mittellanges Haar ist in vielerlei Hinsicht die ideale Grundlage. Es hat genug Länge für verschiedene Lockengrößen und lässt sich gut stylen, ohne durch das Gewicht des Haares an Haltbarkeit zu verlieren. Die Balance zwischen Lockengröße und Länge ist hier entscheidend – zu kleine Wickler bei schulterlangem Haar kann schnell zu einem Afro-ähnlichen Ergebnis führen.

Dauerwelle für langes Haar

Langes Haar bietet viel Spielraum, hat aber eine Tücke: Das Eigengewicht zieht die Locken schneller heraus. Die Wellenlösung muss daher gut dosiert werden, und die Pflege danach ist noch wichtiger als bei kürzerem Haar. Wenn die Haare sehr lang sind, entstehen oft eher weiche Wellen als straffe Locken – das sollte man vorab wissen. Lass dich hier unbedingt gründlich beraten, bevor du dich entscheidest.

Dauerwelle für dünnes Haar

Feines Haar reagiert empfindlicher auf chemische Behandlungen und neigt schneller zu Haarbruch. Für die Dauerwelle bedeutet das: mildere Lösung, präzise Einwirkzeit, intensive Nachpflege. Größere Wickler sind hier oft sinnvoller als kleine – sie geben dem Haar Fülle, ohne es zu überwältigen.

Dauerwelle für dickes Haar

Dickes Haar braucht keine Dauerwelle für Volumen – hat aber durch sie mehr Kontrolle und Definition. Die Lösung muss entsprechend konzentriert sein, damit die Haarstruktur tatsächlich geöffnet wird. Zu wenig Lösung bei kräftigem Haar ergibt kaum sichtbare Locken.

Dauerwelle mit großen Locken

Große Locken entstehen durch große Wickler – logisch, aber oft unterschätzt. Das Ergebnis ist voluminös und ausdrucksstark, fast schon dramatisch. Für den Alltag ist diese Variante etwas pflegeintensiver, sieht aber gepflegt sehr auffällig aus.

Dauerwelle mit kleinen Locken

Kleine Locken wirken definierter und strukturierter. Sie passen gut zu mittellangem Haar und geben dem Look eine romantisch-feminine Note. Mit dem Diffusor lassen sie sich gut in Form bringen.

Welche Wickeltechniken gibt es bei der Dauerwelle?

Die Wickeltechnik bestimmt maßgeblich, wie das Endergebnis aussieht. Die vier gängigsten Methoden:

  1. Spiralwickel: Haare um spezielle Spiralwickler drehen → enge, klar definierte Locken
  2. Klassischer Wickel: Haare um Papilloten wickeln → gleichmäßige kleine Locken oder Wellen
  3. Blockwickel: Haare in größere Abschnitte teilen, um große Wickler legen → voluminöse, natürlich wirkende Locken
  4. Zick-Zack-Wickel: Haare in Zick-Zack-Mustern einrollen → unregelmäßige, texturierte Locken

Welche Technik passt, hängt vom Haartyp, der Haarlänge und dem gewünschten Look ab. Ein guter Friseur kennt alle Methoden und wählt die richtige für dich aus.

Kann die Dauerwelle Haarausfall verursachen?

Diese Sorge taucht immer wieder auf – die gute Nachricht: Eine fachgerecht durchgeführte Dauerwelle verursacht keinen Haarausfall. Risiken entstehen vor allem durch Fehler bei der Anwendung: zu langes Einwirken der chemischen Lösung, übermäßiges Ziehen an den Haaren, zu schnelles Nachfärben oder das Kombinieren mit aggressiven Styling-Methoden. Wer auf einen erfahrenen Friseur setzt und danach gut pflegt, ist auf der sicheren Seite.

Welche Frisuren passen zur Dauerwelle?

Mit Locken hat man mehr Spielraum als gedacht. Die beliebtesten Styles:

  • Lockere Wellen: Entspannt, alltagstauglich, romantisch. Einfach lufttrocknen lassen oder kurz mit dem Diffusor nachhelfen.
  • Hochsteckfrisuren: Locken lassen sich wunderbar hochstecken – das Haar gibt dabei von selbst Textur und Halt.
  • Half-up Half-down: Oberes Haar locker nach oben, untere Locken fallen frei. Feminin und vielseitig.
  • Messy Bun: Locken aus dem Gesicht, aber trotzdem locker und cool. Perfekt für entspannte Tage.

Leichte Dauerwelle vs. intensive Dauerwelle

Wer noch keine Dauerwelle hatte, fragt sich oft: Lieber sanft einsteigen oder direkt Vollgas? Hier der Vergleich:

Leichte Dauerwelle

Weichere Formel, natürlichere Locken, weniger Belastung für das Haar. Ideal für feines oder empfindliches Haar und alle, die einen subtilen, lässigen Look möchten. Die Haltbarkeit fällt etwas kürzer aus, die Locken sind weniger fest definiert – dafür lässt sich das Haar leichter pflegen und stylen.

Intensive Dauerwelle

Stärkere Formel, kräftigere Locken, längere Haltbarkeit. Besonders geeignet für dickes oder widerstandsfähiges Haar. Das Ergebnis ist auffälliger und braucht weniger häufige Auffrischung – verlangt aber auch nach konsequenterer Pflege. Bei unsachgemäßer Anwendung steigt das Risiko für Haarschäden.

Die Entscheidung hängt von Haarstruktur, Pflegeaufwand und dem gewünschten Look ab. Ein guter Friseur berät dich dazu – und hilft gleichzeitig, die passende Variante (alkalisch oder sauer) zu wählen.

Welchen pH-Wert hat die Dauerwellen-Lösung?

Alkalische Dauerwellenlösungen liegen im basischen Bereich, typischerweise bei pH 9 bis 11. Dieser hohe Wert öffnet die Cuticula (äußere Haarschicht) und verändert die chemischen Verbindungen im Haar, um die Lockenform zu erzeugen.

Saure Lösungen arbeiten im Bereich pH 4,5 bis 7 – deutlich schonender. Sie schließen die Haarstruktur nach der Behandlung besser und minimieren so mögliche Schäden.

Wie oft sollte man eine Dauerwelle machen?

Zwischen zwei Behandlungen sollten mindestens drei bis fünf Monate liegen. Das Haar braucht diese Zeit zur Erholung. Wer öfter wallt, riskiert übermäßige Trockenheit, Haarbruch und letztendlich auch Haarausfall. Auf die Bedürfnisse des eigenen Haares zu hören zahlt sich langfristig aus.

Kann ich die Dauerwelle wieder rückgängig machen?

Ja – entweder chemisch (Neutralisierung mit einer Reduktionslösung) oder mechanisch (Glätten mit dem Glätteisen). Beides belastet das Haar zusätzlich, weil ein weiterer chemischer oder Hitzeprozess hinzukommt. Wer den Rückweg gehen möchte, sollte das mit einem erfahrenen Friseur besprechen, der den Zustand des Haares einschätzen kann.

Welche Materialien werden bei der Dauerwelle verwendet?

Für eine professionelle Dauerwelle braucht man vier Grundelemente:

  1. Wickler: In verschiedenen Größen und Materialien (Kunststoff, Schaumstoff, Velcro) – die Wicklergröße bestimmt die Lockenstruktur.
  2. Dauerwellenlösung: Chemische Mischung mit Wirkstoffen wie Ammoniumthioglykolat oder Cystein, die die Disulfidbrücken im Haar aufbrechen und neu formen.
  3. Neutralisationslösung: Stoppt die chemische Reaktion und fixiert die neue Lockenform dauerhaft.
  4. Schutzausrüstung: Handschuhe und Schürze für Friseur und Kundin – Hautkontakt mit den Lösungen vermeiden.

Tipp: Qualität bei den Produkten zahlt sich direkt im Ergebnis aus. Profimaterialien machen einen spürbaren Unterschied zu Drogerieware.

Passt eine Dauerwelle zu mir?

Für viele Haartypen und Gesichtsformen ist sie eine gute Option. Glattes oder feines Haar profitiert von mehr Volumen und Textur, natürliches Lockenhaar bekommt mehr Definition und Kontrolle.

Bei länglichen Gesichtern kann die Dauerwelle optisch ausgleichen. Wer ein rundes, volles Gesicht hat, sollte eher weiche, lockere Wellen wählen statt enger, voluminöser Locken. Auch hier lohnt sich die Beratung beim Fachmann – er sieht die Gesamtwirkung.

Dauerwelle auffrischen

Mit der Zeit verliert jede Dauerwelle an Form. Einzelne Strähnen lassen sich mit Wicklern oder dem Lockenstab nachformen. Lockenspray oder Sprühfestiger bringen schnell wieder Definition zurück. Wenn die Struktur insgesamt verloren gegangen ist, kann ein neues Wickeln mit passender Lösung sinnvoll sein.

Mit regelmäßiger Pflege und gelegentlichem Auffrischen bleiben die Locken länger in guter Form – und das Haar bleibt gesund.

Fazit

Die Dauerwelle ist zurück – und das zu Recht. Ob sanfte Unterstützung für natürliche Wellen oder intensive Lösung für definierte Locken: Es gibt für viele Haartypen eine passende Variante. Eine Selbstanwendung ist möglich, im Idealfall begleitet ein erfahrener Profi den Prozess. Mit der richtigen Nachpflege bleibt der Look gesund, haltbar und alltagstauglich.

1 Kommentar

sehr gut beschrieben ,jetzt weiß ich etwas mehr, kann ich meiner friseurin sagen.
danke

Duro Priselac

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Patrick Grunwald - Chefredakteur deinfriseur.de
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