Welche Angaben helfen bei einer Farbberatung?
Kurz erklärt
Für eine brauchbare Farbberatung braucht es mehr als den Namen deiner Wunschfarbe. Chrissy fragt in ihren Antworten nach Ausgangsfarbe, früheren Anwendungen und dem gewünschten Ergebnis. Diese Angaben helfen, ähnliche Fotos mit unterschiedlichen Voraussetzungen auseinanderzuhalten.
Fordert Färbehistorie, Wunschton, Produkte, Foto und Haarzustand vor einer Empfehlung an.
Chrissy erklärt im Video
Das nimmst Du mit
- Deine Färbehistorie aufschreiben
- Ansatz und Längen fotografieren
- Das Ziel genauer formulieren
Schau Dir das Beispiel an und lies darunter, worauf es bei Deiner Ausgangslage ankommt.
Deine Färbehistorie aufschreiben
Notiere die zuletzt verwendeten Farben, Tönungen, Blondierungen und Entferner möglichst mit Produktlinie und Farbcode. Ergänze, welche Partien behandelt wurden und wann. Wenn eine Angabe fehlt, kennzeichne sie als unbekannt, statt sie zu schätzen.
Ansatz und Längen fotografieren
Zeige trockenes Haar bei neutralem Licht sowie Ansatz, mittlere Längen und Spitzen. Verzichte auf Farbfilter. Mehrere Lichtbedingungen können ergänzen, wie ein Reflex im Alltag wirkt; ein einziges stark beleuchtetes Bild kann die Basis verfälschen.
Das Ziel genauer formulieren
Geht es dir um weniger Rotstich, mehr Helligkeit, eine dunklere Naturfarbe oder einen leuchtenden Reflex? Nenne außerdem, welche späteren Farbwechsel du dir offenhalten möchtest. Eine langfristige Elumen-Farbe und ein kurzer Versuch vor Blond sind unterschiedliche Planungsaufgaben.
Zustand und Alltag ergänzen
Beschreibe auffälliges Abbrechen, stark unterschiedliche Längen, häufige Hitze und deine normale Pflege. Teile nur die Informationen, die für die Beratung benötigt werden. Ein Foto ermöglicht keine vollständige Beurteilung; bei größeren Änderungen gehört eine persönliche Prüfung beziehungsweise Probesträhne dazu.
Dauerwelle und Farbe gemeinsam planen
Wenn deine Haare dauergewellt und zusätzlich gefärbt sind, gehören beide Behandlungen in die Färbehistorie. Die Aussage „ohne Oxidation“ reicht nicht, um jede Kombination und jeden zeitlichen Abstand freizugeben. Für die Planung müssen die Anleitungen beider Systeme und der aktuelle Haarzustand berücksichtigt werden.
Sehr helles Blond wirkt trotzdem zu dunkel
Wenn dir ein bereits sehr helles Blond weiterhin zu dunkel vorkommt, hilft zunächst ein Vergleich bei neutralem Licht mit einem konkreten Wunschbild. Chrissys persönliche Erfahrung mit einer dunkleren Zwischenfarbe ist kein allgemeiner Korrekturweg. Beschreibe Helligkeit und Farbreflex getrennt, bevor weiter aufgehellt wird.
Warmer grauer Ansatz: Erst die Ausgangslage klären
Ein warm wirkender Ansatz mit weißen Haaren ist nicht automatisch ein Fall für dieselbe Gegenfarbe wie warme Längen. Weißanteil, Deckungsziel, Tonhöhe und das eingesetzte System gehören zur Beurteilung. Eine Empfehlung aus einem Kundenfoto ist keine gesicherte Diagnose für andere Personen.
Antwort auf zögerliche Kundin: fragt nach Natur-/Färbehistorie und erklärt Elumen-Haltbarkeit.
Erklärt Helligkeitsabhängigkeit und mögliche Rot-Violett-Überlagerung, fragt nach Ausgang und Wunsch.
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Weitere Erklärungen und Beispiele von Chrissy. Beachte jeweils die gezeigte Ausgangslage.
Unterscheidet Ziel gleichmäßige dunkle Basis versus erhaltene Strähnen mit Glossing und nennt Elumen für Dauerhaftigkeit.
Salon-Erinnerung an schwer entfernbares Rot nach unbekanntem Drogerieprodukt.
Empfiehlt konkrete Produkte und individuellen Plan vom Profi, verbindet dies mit Beratungswerbung.
Kundenfall zu ungeeigneter Mischung ohne konkrete Rezeptur.
Bejaht die Kombination mit Verweis auf nichtoxidative Färbung.
Wiederholt Eignungsbehauptung und erläutert fehlende Aufhellung.
Persönlicher Erfahrungsbericht: vorübergehend etwas dunkleres kühles Glossing statt immer heller blondieren.
Antwort auf Kundenfoto mit vermuteter Deckungs-/Tonhöhenursache und Vorschlag Topchic3NA/4NA.
Nennt Rot/Orange-Diagnose, 7MB mit 5A/6A, Naturanteil bei Grau und 5NA mit 6%.
Schlägt normale Ansatzfarbe und Elumen in den Längen vor, kündigt Tutorial an.